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Stärkung gewaltbetroffener Frauen

Fundación Machaqa Amawta (FMA) | Bolivien, Stadtbezirk El Alto

Die Fundación Machaqa Amawta (FMA), die sich für Demokratie, Gerechtigkeit und Gleichstellung einsetzt, will der allgegenwärtigen geschlechtspezifischen Gewalt an Frauen etwas entgegensetzen. Sie gibt 20 Frauen die Möglichkeit, sich zu Community-Therapeutinnen ausbilden zu lassen, damit sie gewaltbetroffene Frauen in Therapiegruppen begleiten und unterstützen können. Die Frauen lernen so ihre Rechte kennen und können sich aus der Gewaltsituation befreien.

 

Ein unzulängliches Justizsystem und wenig sensibilisierte Behörden verunmöglichen es den Frauen in Bolivien oft, sich gegen sexualisierte Gewalt zu wehren und zu ihrem Recht zu kommen. Zudem gibt es noch immer grosse Hürden für alleinerziehende Mütter, staatliche Familienhilfe zu beantragen und auch zu bekommen.

Die Fundación Machaqa Amawta (FMA), die sich für Demokratie, Gerechtigkeit und Gleichstellung einsetzt, bietet 20 Frauen die Möglichkeit, sich zu sogenannten Gemeindetherapeutinnen ausbilden zu lassen, um diesem Missstand entge­genzuwirken. Mit der Ausbildung werden die Frauen befähigt, Gewaltbetroffene in Therapiegruppen zu begleiten und zu unterstützen, sie über ihre Rechte auf­zuklären und gemeinsam mit ihnen Wege zu finden, wie sie sich aus der Gewaltsituation befreien können. Darüber hinaus bietet die FMA Unterstützung in Form von juristischer und psychologischer Beratung, etwa beim Verfassen von Anträgen für staatliche Familienhilfe. 2025 nahmen 280 Frauen diese Beratung in Anspruch, die von einer Psychotherapeutin geleistet wird, zusammen mit zwei ausgebildeten Promotoras Comunitarias (Gemeindevertreterinnen), die als Brückenbauerinnen zwischen den Frauen und den Sozialdiensten amten. Für die Weiterbildung der beiden Promotoras Comunitarias stellte das FMA-Projekt zudem Stipendien zur Verfügung.

Mit gezielter Advocacy-Arbeit und regelmässigem Kontakt zu politischen Behörden und privaten Institutionen leistet die FMA einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention. Neu ist die Vernetzung mit dem Centro de Atención Terapéutica (CAT) der Stadtregierung von El Alto, und ebenfalls neu die Zusammenarbeit mit der Verantwortlichen für den Zugang zur Justiz vom Ministerium für Justiz und Transparenz.

Durch diese Schritte, in Kombination mit der guten Vernetzungsarbeit mit anderen Organisationen, konnte sich die Stiftung in den letzten drei Jahren als Referenzor­ga­nisation in Fragen von häuslicher Gewalt, Gewaltprävention und Stärkung von be­troff­­enen Frauen etablieren und wurde vom Comité Interinstitucional contra la Vio­lencia de El Alto (einem Zusam­men­schluss von sechs Netzwerken, die sich gegen Gewalt engagieren) anerkannt.

Fundación Machaqa Amawta, Bolivien. © Machaqa Amawta